Englisch, GGK, Unterricht

Vokabeltests und Co. – effiziente Vorbereitung ist alles!

Wie bereitest du schriftliche Tests vor? Was speicherst du in deinen digitalen Entwürfen? Oder hast du sogar eine immer gleiche Kopiervorlage? Jeder hat seine eigene Art, Tests (und natürlich auch Klassenarbeiten) vorzubereiten und aufzubewahren. Ich möchte hier mein „System“ und dessen Nutzen vorstellen.

Wenigstens eines sollte mittlerweile klar sein: (Fast) jeder entwirft seine Arbeiten am PC und behält sie in digitaler Form. Der Vorteil ist natürlich, dass man relativ schnell und einfach Änderungen vornehmen kann und somit nicht immer die gleichen Arbeiten benutzt.

Sinnvolle (!) Vokabeltests

Nehmen wir zum Beispiel Vokabeltests in Englisch. Hier wird in der Regel stures Auswendiglernen belohnt und es ist immer eine einfache Gelegenheit, die schriftliche Note auszubügeln. Das kann aus Lehrersicht frustrierend sein, denn Schüler, die sich sonst nie Mühe geben, können mit minimalem Aufwand ihre Note verbessern und erhalten keinen Anreiz, etwas an ihrer Mitarbeit zu ändern.

Mein Format ist mittlerweile, dass ich nur einen geringen Teil der Punkte für das Abfragen von einzelnen Vokabeln vergebe. Das ist nur der Einstieg. Der Hauptteil besteht daraus, ganze Sätze zu übersetzen. Das hat gleich mehrere Vorteile:

  • Vokabeltests sind keine reine Fleißarbeit (= auswendiglernen), sondern erfordern Kompetenzen.
  • Schüler müssen lernen, die Vokabeln in sinnvolle Sätze zu bringen – genau das ist der Knackpunkt einer Sprache.
  • Daraus folgt, dass auch Grammatik gezwungenermaßen eine Rolle spielt. Ein extra Grammatiktest erübrigt sich damit. Das folgt auch der Idee der „dienenden Funktion“ von Grammatik, wie sie in den Lehrplänen mittlerweile beschrieben wird.

Ein Beispiel für die Oberstufe. Es gibt insgesamt 20 Inhaltspunkte. Die Notenberechnung ist dann ganz einfach: 5 Punkte abziehen, schon hat man die Notenpunkte von 0 bis 15. Die Benotung ist nicht linear, da ich in diesem Beispiel den Test ankündige und somit der Schwierigkeitsgrad etwas höher sein sollte.

Es gibt 5 Punkte für das Übersetzen von Vokabeln. Aber auch das ist kein reines Hin und Her. Gegeben sind 5 Definitionen oder Synonyme, gesucht sind die englische Vokabel sowie deren deutsche Übersetzung. Beides gibt jeweils einen halben Punkt. Bei einem Rechtschreibfehler ist der Punkt schon weg – die Schüler sollen die Wörter gefälligst richtig lernen, was natürlich auch für das deutsche Wort gilt.

Für das Übersetzen der Sätze gebe ich 3 Punkte, davon je 1 Punkt für Wortschatz, Grammatik (vor allem Zeitformen, Präpositionen etc.) und Satzbau/Wortstellung. Die Sätze enthalten fett hervorgehoben die Vokabeln der zu lernenden Einheit. Ich denke mir die Sätze auch nicht extra aus, sondern nehme einfach die entsprechenden Sätze aus dem Text, übersetze das auf Deutsch und die Schüler müssen es wieder zurückübersetzen. Meist kürze ich die Sätze etwas, es soll ja nicht ausufern.

Effiziente, digitale Vorbereitung

In den oben eingefügten Screenshots sieht man meine Vorgehensweise bei der Erstellung von Tests in Word. Dabei folge ich diesen Schritten:

  1. Zunächst blende ich die Formatierungssymbole ein.
  2. In die Tabelle bei den Vokabeln trage ich die Lösungen ein. Diese färbe ich dann rot und formatiere sie als „ausgeblendeten Text“ über den Schriftart-Dialog.
  3. Das gleiche Prinzip nutze ich auch bei Sätzen. Hier schreibe ich die Lösung unterhalb der Linien. Auf die Linien selbst kann ich nicht schreiben, außer ich würde diese durch eine Tabelle ersetzen.
  4. Wichtig: Um die ausgeblendete Lösung dann auszudrucken, muss ich diese Option im Drucken-Menü einschalten.
  5. Achtung: Wenn man eine PDF-Datei aus Word heraus speichert, dann geschieht das – auch über die integrierte Speichern-Funktion – durch einen virtuellen Drucker (das bekommt man nicht mit). Wenn man vorher den ausgeblendeten Text mitgedruckt hat, wird er auch in die PDF-Datei „gedruckt“. Man sollte also erst PDFs erstellen, wenn nötig, und dann erst die Lösungen drucken.

Natürlich funktioniert dieses Prinzip für alle Fächer. Am besten ist es bei Tabellen zu verwenden, denn die sind durch ihre Größe ohnehin definiert, sodass das Ein-/Ausblenden von Text keine Größenveränderungen oder Verschiebungen verursacht. Außerdem ist es so sehr übersichtlich.

Vorgehen bei Klassenarbeiten

In der Regel erfordern Klassenarbeiten ausführlichere Lösungen, sodass die Methode mit ausgeblendetem Text eher umständlich ist. Hier mache ich es so, dass ich über SeitenlayoutUmbrüche Nächste Seite eine Lösungsseite am Ende der Datei einfüge. Der Vorteil: die Lösung ist nicht in einer separaten Datei, sondern da, wo sie hingehört. Ich speichere die Druck-PDF dann einfach ohne die letzte Seite (bei Speichern unter den Seitenzahlenbereich festlegen).

Die Klassenarbeitsdateien speichere ich für das laufende Schuljahr unter dem Klassennamen ab, damit ich weiß, welche Arbeit ich in welcher Klasse geschrieben habe. Das ist gerade bei Parallelklassen wichtig. Für die spätere Verwendung archiviere ich die Datei mit Quellenangabe, die ich auch auf der Lösungsseite mitnotiere. Ein Beispiel: Ich habe in Englisch einen Text aus einer alten Abiturprüfung zum Thema Umwelt verwendet. Ich speichere die Datei dann als Class Test Environment – Abitur 2012.docx. Für die Lösungsseite kann ich dann auch gleich die Abiturlösung verwenden und muss mir das nicht selbst ausdenken.

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