Betriebssysteme

Viele Linux-Distributionen basieren auf Ubuntu, das nicht nur von einer großen Nutzer-Community, sondern auch von Firmen professionell unterstützt und entwickelt wird. Davon profitieren entsprechend alle Distributionen, die auf Ubuntu basieren, da sie Stabilität und Support versprechen.

Die meisten Linux-Distributionen können als ISO-Image heruntergeladen werden. Mit Programmen wie Rufus kann man daraus einen bootfähigen USB-Stick erstellen und das Betriebssystem ohne Gefahr einfach mal ausprobieren. Das funktioniert in der Regel auch mit einem Mac. Noch einfacher ist die Verwendung einer virtuellen Maschine wie der hervorragenden VirtualBox. So kann man einfach in einem Programmfenster einen virtuellen PC simulieren, der mit der ISO-Datei hochgefahren wird.

Ein weiterer Vorteil von Linux-Versionen wie Ubuntu ist die eingebundene Software. In der Regel sind bereits Programme für die wichtigsten Erledigungen vorinstalliert, wie z.B. der Browser Firefox oder LibreOffice. Da Linux selbst quelloffen ist, sind auch die Programme Open Source, von denen ich auch einige für Windows empfehle.

Linux Mint

Linux Mint
Die Cinnamon-Oberfläche ist schlicht, aber elegant und lässt sich beliebig anpassen.

Laut Distrowatch ist das aus Irland stammende Mint die populärste Linux-Distribution – und das nicht ohne Grund: Direkt nach dem Hochfahren hat man ein vollständig funktionierendes System und wird von einem Startbildschirm begrüßt, der als Orientierungshilfe dient. Wer einen leichten Einstieg in die Linux-Welt wagen möchte, der ist mit Linux Mint gut bedient.

Manjaro

Manjaro
Manjaro hat das Xfce-Desktop ordentlich aufpoliert. Auffällig sind die runden Icons.

Platz zwei auf Distrowatch ist die österreichisch-deutsch-französische Koproduktion Manjaro, das im Gegensatz zu Mint nicht auf Ubuntu, sondern auf Arch Linux basiert. Dadurch ist es wie Arch ein sogenanntes Rolling Release, wird also ständig mit Updates und Versionsupgrades versorgt, sodass man immer das aktuellste System besitzt. Für Neulinge ist es nicht ganz so empfehlenswert wie Mint, bietet aber meiner Meinung nach eine interessantere Optik mit dem leichtgewichtigen Desktop Xfce. Zudem ist es dank Community-Support in verschiedenen Varianten erhältlich.

elementary OS

elementary OS
Wie beim Mac ist die Leiste oben, während die Programme aus dem unteren Dock gestartet werden.

Apropos Optik: Auf den ersten Blick erkennt man gleich, dass sich elementary OS ganz stark an Apples macOS orientiert. Die Besonderheit ist die eigene Desktopumgebung, denn normalerweise verwenden Linux-Distributionen verschiedene, bereits vorhandene grafische Oberflächen, die dann angepasst werden. Für elementary haben die amerikanischen Entwickler aber eine eigene Desktopumgebung von grundauf neu entwickelt, die zusammen mit Ubuntu als Basissystem läuft. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und wirkt sehr klar und aufgeräumt, ähnlich wie macOS eben.

ChaletOS

ChaletOS
Neben der Windows-typischen blauen Oberfläche kann man auch andere Farben auswählen.

Wer aus Gewohnheit lieber eine Windows-ähnliche Optik bevorzugt, ist mit ChaletOS gut bedient. Das serbische System basiert auf Xubuntu, einer ressourcenschonenden Variante von Ubuntu mit dem Xfce-Desktop. Die Oberfläche sieht sehr ansprechend aus und wirkt wie eine moderne Weiterentwicklung von Windows 7. Das ist quasi das Windows 8, das sich die meisten Windows-Nutzer wohl gewünscht hätten. Es gibt sogar die Möglichkeit, es optisch in einen Windows 10-Klon zu verwandeln. Das nützliche Programm Start Point gibt neuen Nutzern die Möglichkeit, das System näher kennenzulernen und enthält auch weitere Software-Vorschläge.

Lubuntu

Lubuntu
Minimalistisch, aber elegant wirkt die aufgeräumte LXDE-Oberfläche.

Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich auch bei Lubuntu um eine Ubuntu-Variante. Ähnlich wie das oben erwähnte Xubuntu verwendet Lubuntu eine leichtgewichtige Oberfläche, in diesem Fall LXDE. Besonders ältere Rechner profitieren von „leichten“ Systemen und können regelrecht wiederbelebt werden. Ältere Hardware hat oft Schwierigkeiten mit lange verwendeten Windows-Systemen, die dank Datenmüll langsam wirken. Eine Installation von Lubuntu (oder Xubuntu, oder Linux Mint Xfce) kann hier wahre Wunder wirken.

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