Betriebssysteme

Viele Linux-Distributionen basieren auf Ubuntu, das nicht nur von einer großen Nutzer-Community, sondern auch von Firmen professionell unterstützt und entwickelt wird. Davon profitieren entsprechend alle Distributionen, die auf Ubuntu basieren, da sie Stabilität und Support versprechen.

Die meisten Linux-Distributionen können als ISO-Image heruntergeladen werden. Mit Programmen wie Rufus kann man daraus einen bootfähigen USB-Stick erstellen und das Betriebssystem ohne Gefahr einfach mal ausprobieren. Das funktioniert in der Regel auch mit einem Mac. Noch einfacher ist die Verwendung einer virtuellen Maschine wie der hervorragenden VirtualBox. So kann man einfach in einem Programmfenster einen virtuellen PC simulieren, der mit der ISO-Datei hochgefahren wird.

Ein weiterer Vorteil von Linux-Versionen wie Ubuntu ist die eingebundene Software. In der Regel sind bereits Programme für die wichtigsten Erledigungen vorinstalliert, wie z.B. der Browser Firefox oder LibreOffice. Da Linux selbst quelloffen ist, sind auch die Programme Open Source, von denen ich auch einige für Windows empfehle.

Linux Mint – das Allroundtalent

Linux Mint Oberfläche
Linux Mint 19.3 Tricia Cinnamon Edition (Bild: linuxmint.com)

Laut Distrowatch ist das aus Irland stammende Mint eine der populärsten Linux-Distributionen – und das nicht ohne Grund: Direkt nach dem Hochfahren hat man ein vollständig funktionierendes System und wird von einem Startbildschirm begrüßt, der als Orientierungshilfe dient. Sämtliche nützliche Software ist vorinstalliert und die Einstellungen sind auch für Anfänger nutzbar. Wer einen leichten Einstieg in die Linux-Welt wagen möchte, der ist mit dem Ubuntu-basierten Linux Mint gut bedient.

Zorin OS – (nicht nur) für Windows-Umsteiger

Zorin OS Oberfläche
Zorin OS (Bild: distrowatch.com)

Ebenfalls aus Irland stammt das Projekt Zorin OS. In früheren Versionen war noch deutlich zu sehen, dass es sich vordergründig an Windows-Umsteiger richtet. Auch heute noch kann man gewisse Parallelen zu Windows 10 entdecken. Außerdem ist die Software „Wine“ vorinstalliert, die das Benutzen von einigen Windows-Programmen ermöglicht. Wie viele andere Distributionen basiert Zorin auf Ubuntu und bietet damit eine stabile Grundlage. Neben einer (günstigen) Bezahlversion namens „Ultimate“ gibt es noch die kostenlosen Versionen „Core“ (hier zu sehen, mit GNOME-Desktop) sowie „Lite“ (mit dem leichtgewichtigen Xfce-Desktop).

Solus – Von Grund auf neu

Solus Budgie Oberfläche
Solus mit dem eigenen Desktop „Budgie“ (Bild: getsol.us)

Solus ist im Vergleich zu den anderen Distributionen noch relativ neu. Das Besondere: Es basiert nicht auf Ubuntu oder einem anderen Linux, sondern wurde von Grund auf neu erstellt. Das gilt auch für den Standard-Desktop namens Budgie. Solus wirkt sehr modern und aufgeräumt und ist definitiv einen Versuch wert.

elementary OS – macOS für alle

elementary OS Oberfläche
elementary OS mit Dock (Bild: distrowatch.com)

Apropos Optik: Auf den ersten Blick erkennt man gleich, dass sich elementary OS ganz stark an Apples macOS orientiert. Die Besonderheit ist die eigene Desktopumgebung, denn normalerweise verwenden Linux-Distributionen verschiedene, bereits vorhandene grafische Oberflächen, die dann angepasst werden. Für elementary haben die amerikanischen Entwickler aber eine eigene Desktopumgebung neu entwickelt, die zusammen mit Ubuntu als Basissystem läuft. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und wirkt sehr klar und aufgeräumt, ähnlich wie macOS eben. Einen Überblick zu den Programmen findet man zum Beispiel im Blog der Seite.

Lubuntu – (nicht nur) Wiederbelebung für alte Hardware

Lubuntu Oberfläche
Lubuntu mit der stylischen und zugleich sparsamen Oberfläche LXQt (Bild: distrowatch.com)

Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich auch bei Lubuntu um eine Ubuntu-Variante. Es verwendet eine leichtgewichtige Oberfläche, in diesem Fall das neue und modern wirkende LXQt, und ist besonders für ältere Rechner empfehlenswert. Diese profitieren von solchen „leichten“ Systemen und können regelrecht wiederbelebt werden. Ältere Hardware hat oft Schwierigkeiten mit lange verwendeten Windows-Systemen, die dank Datenmüll langsamer werden. Eine Installation von Lubuntu (oder Xubuntu, oder Linux Mint Xfce …) kann hier wahre Wunder wirken. Außerdem lässt sich Lubuntu sogar auf kleinen Rechnern wie dem Raspberry Pi installieren.

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